Wir haben hier 10 wichtige Gründe für die Nutzung von Social-Media für Unternehmen zusammengetragen. Die Liste ist mit Sicherheit nicht vollständig – aber bietet vielleicht eine kleine Hilfestellung.
1. Kunden zu Markenbotschaftern konvertieren
Die Zeit des interruptiven Marketings, einem Marketing, wo es darum geht, unsere Aufmerksamkeit mit störenden Werbeunterbrechungen zu erzwingen, ist vorbei. Niemand möchte sich zukünftig von passiver Werbung belästigen lassen. Unternehmen die weiterhin auf diese Strategie setzen, werden früher oder später ein Imageproblem bekommen.
Die Entwicklung von der gekauften Aufmerksamkeit geht hin zu einer verstärkten Bildung von Gemeinschaften um ein Unternehmen herum.
Die Aufgabe von Unternehmen wird es zukünftig sein, die treuesten Kunden glücklich zu stellen, zu binden, weiteres Vertrauen aufzubauen, sie zu „Fans“ und damit kostenlosen Mitarbeitern zu machen. Loyale Fans sind Multiplikatoren und werden zu Missionaren des Unternehmens und ihrer Markenbotschaft.
Die Weiterempfehlung durch Mund-zu-Mund Propaganda an Freunde und Bekannte ist bekanntlich eine der effektivsten Werbeformen. 83% der Menschen glauben den Empfehlungen ihrer Freunde.
2. Abgrenzung von den Mitbewerbern
Die Konkurrenzdichte in den Märkten ist hoch wie nie zuvor. Unternehmen sind daher gezwungen, besondere Inhalte zur Verfügung zu stellen, um sich von ihren Mitbewerbern abzugrenzen.
Viele Unternehmen sind jedoch unsicher in Bezug auf den Einstieg in das Thema „Social Media“ und machen erst mal gar nichts. Das kann sich schnell als Fehler herausstellen!
Unternehmen, die gut vorbereitet und strukturiert den Dialog mit ihren Stakeholdern schon jetzt suchen und aufbauen, genießen höheres Ansehen und verbessern ihr Image. Gegenüber den Unternehmen mit „Straußenpolitik“, werden dadurch Wettbewerbsvorteile erreicht.
Nutzen Sie Gelegenheit und verschaffen sich selbst einen Wettbewerbsvorteil, indem sie aktiv werden. Gar nichts zu tun, ist definitiv kein zukunftsorientierter Weg!
3. Geringe Kosten durch effektive Distribution
Die Marketingbudgets sind straff angesichts der momentanen gesamtwirtschaftlichen Lage. Daher werden Unternehmen immer häufiger versuchen ihre Markenbotschaft zur Zielgruppe auf die kostengünstigste und effizienteste Art zu transportieren. Einmal produzierte Inhalte werden im Social-Web multipliziert und sorgen mit den richtigen Instrumenten für hohe Aufmermerksamkeit.
Social Media bietet deshalb klare Vorteile gegenüber den anderen Medien. Dazu aber mehr in einem anderen Artikel.
4. Positiveres Image durch offene Kommunikation
Wenn ein Unternehmen im Social-Web aktiv wird, macht es sich auch für eine Vielzahl von Arbeitnehmern interessant, die es gewohnt sind, mit StudiVZ, Twitter oder Facebook zu kommunizieren.
Eine aktuelle Studie von Januar 2010 zeigt auf, dass beispielsweise alleine Facebook ca. 13 Millionen Nutzer in Deutschland hat (auch wenn diese Zahlen nicht 100% stimmen zeigen sie doch das Potential auf).
Die Grafik zeigt die Nutzerzahlen der wichtigsten sozialen Netzwerke in Deutschland (in Mio.). Mit den Zahlen wird auch ein weiterer Grund für Unternehmen klar: Die unglaubliche Masse an Menschen, die bereits aktiv im Social Web unterwegs ist.
Gehören Sie Unternehmen zu den „First-Movern“, dann ist Ihnen auch die Publicity der immer größer werdenden Web-Gemeinschaft sicher. Generell wird der Schritt hin zu einer offeneren Unternehmenskommunikation im Web, von außen immer als positiv bewertet.
5. Neue Sichtweisen durch Dialog mit der Zielgruppe
Die Menschen sind an vielerlei Dingen interessiert. In ihrem Unternehmen passieren täglich spannende Dinge, die Menschen bewegen – finden Sie heraus wo und teilen Sie dies mit ihren Kunden!
Das „hinter die Kulisse schauen“ vermittelt einen sympathischen, offenen Eindruck und schafft die Basis für den Dialog mit ihren Stakeholdern. Schaffen Sie Anreize für Kommentare und Antworten, denn diese verschaffen ihnen neue Informationen und Außenansichten.
6. Mehr Transparenz für ”Unternehmen zum Anfassen”
Es ist ein einfaches Prinzip: Mehr Transparenz ermöglicht Einblicke in ihr Unternehmen für die Zielgruppe und schafft eine engere Bindung. Sie schreiben sich Transparenz auf die Fahne? Kommen Sie weg von den Floskeln der Unternehmenskommunikation und beweisen Sie es.
Blogs, Twitter und andere soziale Netzwerke sind prädestiniert, um Transparenz zu zeigen. Sie heben die Bindung zu ihrer Zielgruppe auf neues Niveau und machen Sie sich selber greifbarer.
7. Gezieltere Ansprache von Zielgruppen und Multiplikatoren
Durch Social-Media Angebote können sie ihre Zielgruppen und Multiplikatoren gezielter angesprochen und mobilisieren. Menschen interessieren sich für ihr Unternehmen oder ihre Marke? Sprechen Sie sie an! Wenn jemand auf ihrem zukünftigen Blog kommentiert oder Fan auf ihrer Facebook-Seite wird, dann habe sie einen potentiellen Interessenten.
Suchen Sie den Dialog und sprechen Sie ihre Stakeholder gezielt an.
8. Der virale Effekt
Die Vernetzung der Menschen und die modernen Schnittstellen (Bsp.: RSS) ermöglicht es ihnen, Botschaften und Inhalte in vorhandenen Netzwerken zu verbreiten. Der Erfolg ihrer Social-Media Aktivität wird durch den “viralen Effekt” der Netzwerke bestens unterstützt.
Ich greife ein Beispiel von der Business-Plattform XING auf: Aus meinen 122 Kontakten werden in der 3. Generation fast 1 Million Kontakte, die durch virales Marketing erreichen werden können (siehe Grafik).
Die Statusmeldungen bei XING und andere Formen der Kommunikation erreichen über Freunde und deren Freunde und Kontakte eine große Masse von Menschen.
Sie sehen selbst: Der „virale Effekt“ erhöht Ihre Reichweite exponentiell.
9. Direkt auf Kritik reagieren können
Kritik ist vermutlich bei jedem Unternehmen allgegenwärtig – egal wo. Fürchten Sie keine Kritik auf ihrem Blog oder Twitter–Profil – es ist wertvolles Feedback in ihrem Sichtfeld auf das sie direkt reagieren können.
Oder wollen Sie Kritik lieber außerhalb ihres direkten Wahrnehmungsbereiches, wo sie keine Möglichkeit der Stellungnahme haben?
10. Hilfe bei Marketingentscheidungen durch Crowdsourcing
Haben Sie Marketing-Ideen und können sich nicht entscheiden? Warum binden Sie nicht ihre Stakeholder in die Entscheidungsfindung ein? Dann bedienen Sie sich des Crowdsourcings.
Zitat: “Crowdsourcing ist die Strategie des Auslagerns einer üblicherweise von Erwerbstätigen entgeltlich erbrachten Leistung durch eine Organisation oder Privatperson mittels eines offenen Aufrufes an eine Masse von unbekannten Akteuren, bei dem der Crowdsourcer und/oder die Crowdsourcers frei verwertbare und direkte wirtschaftliche Vorteile erlangen.”[2]
Quelle: Christian Papsdorf, C., 2009, Wie Surfen zu Arbeit wird. Crowdsourcing im Web 2.0, S. 69.
Befragen sie ihre Fans auf Facebook oder ihre Followers bei Twitter! Ihre Zielgruppe wird sich respektiert und integriert fühlen – die Basis für einen besseren Kontakt.
Sie erhalten spannenden, neuen Input und vielleicht sind sogar innovative Ansätze dabei. Das Feedback ist auf jeden Fall eines – eine ungefilterter Rückkanal ihrer Zielgruppe. Lernen Sie den Wert dessen zu schätzen!
Fazit:
Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn es gibt unzählige Gründe mit Social Media zu beginnen. Fallen euch noch weitere ein? Dann schreibt einfach einen Kommentar. Es würde uns freuen!



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