Die sozialen Plugins (Social Plugins) von Facebook haben sich zu einer regelrechten Erfolgsstory entwickelt.
Mittlerweile nutzen über 350.000 Webseiten eines der Plugins. Der “Gefällt mir – Button” (Like Button) steht dabei unangefochten an der Spitze.
Martin weigert schreibt hier auf netzwertig darüber:
Ein-Klick-Gesten sind, wie Marcel Weiss es bei neunetz kürzlich beschrieb, die “kleinste Einheit online bewusst ausgeführter Tätigkeiten” und werden nicht nur bei Betreibern von Webangeboten als Erfolgsmesser immer populärer, sondern auch bei Nutzern, die sich mit möglichst wenig Aufwand für Content oder Services bedanken möchten.
Der “Gefällt mir – Button” macht es dem Leser leichter, seinem Netzwerk eine News, ein Angebot oder ein Produkt weiter zu empfehlen.
Grundsätzlich genießen persönliche Empfehlungen ein höheres Vertrauen als die Werbeversprechen von Unternehmen. Dadurch wird sich ein positiver Einfluss auf die Kaufentscheidung erhofft.
Für Unternehmen kommt jetzt aber noch ein weiteres Argument für den Einsatz des Like-Buttons hinzu, denn Facebook hat wieder etwas verändert. Diesmal betrifft es die Suche.
Mit der Facebook-Suche verschwimmen die Grenzen
Diese Veränderung fiel mir vor einiger Zeit persönlich auf, als ich die Suchmaske benutzte.
Anhand eines Beispiels habe ich dies für euch nachgestellt:
Bei Eingabe des Hotelnamen “Trihotel” fällt neben der offiziellen Fanpage sofort ein Eintrag auf, der direkt von holidaycheck.de kommt.
Folgt man dem Link landet man außerhalb von Facebook auf holidaycheck.de und zwar auf der Bewertungsseite des Trihotel.
Die Integration und die dortige Nutzung des “Gefällt-mir-Buttons” auf der Seite von Holidaycheck.de reichten hier aus, um das Suchergebnis bei Facebook zu verändern.
Was bedeutet das?
Es ist kein Geheimnis, dass Facebook die eigene Suche pushen will, um als “soziale” Suchmaschine dem Konkurrenten Google mittelfristig das Wasser abzugraben.
Das bedeutet, dass in der Facebook-Suche fortan auch Webseiten zu finden sind, die außerhalb von Facebook liegen.
Dies funktioniert durch die Auswertung der Daten des Like-Button.
In der Folge bedeutet das für Unternehmen die den Like-Button nutzen, dass sie sich denen gegenüber einen Wettbewerbsvorteil sichern können, die es nicht tun.
Facebook wird dieses Feature wohl noch weiter weiterentwickeln und niemand weiß wie massiv die Durchdringung und Anzeige in der Facebook-Suche sein wird.
Und wie übersichtlich und benutzerfreundlich das Ganze sein wird, wenn der Like-Button sich weiterhin so rasant verbreitet,
Fazit für Unternehmen
Fakt ist eins: Webseiten, die den Like-Button integriert haben, genießen die Vorteile, dass sie jetzt auch in der Facebook-Suche mit Artikeln oder Produkten vertreten sind.
Dies natürlich nur für den Fall, dass ein User “gefällt mir” gedrückt hat. Derzeit reichen wenige “Gefällt mir” aus, wie sich das in Zukunft verändern wird, ist nicht abzuschätzen.
Achtung: Selbst Webseiten und Unternehmen, die nicht auf Facebook angemeldet sind, können davon profitieren!
Diese und noch mehr Gründe sprechen eindeutig für die strategische Integration des Like-Buttons.
Allerdings setzt Facebook andere Webseiten durch diese neue Funktion indirekt unter Druck. Wer will schon freiwillig darauf verzichten, in den Suchergebnissen des weltweit größten sozialen Netzwerks zu erscheinen?
